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Schäferwanderung verspricht Bio, Bildung und neue Beziehungen, Bioland

Martin Eck ist Lehrer, Schäfer und Biohofbesitzer in einem. Wenn er nicht gerade Geschichte, Technik oder Religion unterrichtet, dann ist er draußen bei seinen Schafen. Bei jedem Wetter. 35 Mutterschafe und Lämmer gehören zu seiner Herde, die den freien Auslauf als Bio-Schafe auf 17 Hektar Land genießen können. Wenn Eck auf der Weide steht, dann kommen seine Schützlinge zu ihm.

Einmal im Jahr lädt Martin Eck Kinder und Eltern aus der ganzen Region im Rahmen der Öko-Erlebnistage zu sich auf den Betrieb ein. Sein erklärtes Ziel: „Alle sollen sehen, fühlen und lernen können, was Öko-Landwirtschaft bedeutet.“

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Auf dem Biohof werden Berührungsängste abgebaut

In mehreren Gruppen führt der 43-Jährige die Besucher über sein Gelände. Seit 1668 ist der Hof in Familienbesitz. „Der hat verschiedene Epochen der Landwirtschaft miterlebt“, sagt der Franke. Heute ist alles auf „bio“ bzw. „öko“ umgestellt. „Und weil viele nicht wissen, was das bedeutet, tauche ich mit unseren Besuchern eben in diese Welt ein.“

Hinter der historischen Scheune warten schon die ersten Schafe. Noch etwas schüchtern begutachten die Tiere die neugierigen Gäste. Furchtlos strecken ihnen einige Kinder die Hand hin. Teilzeitbauer Eck beobachtet das mit großer Freude. „Genau das wollen wir – Tiere und Menschen zusammenbringen. Beziehungen schaffen. Das hilft, die Natur zu verstehen. Wir dürfen keine Berührungsängste haben!“

Schweine füttern? Kinderleicht!

Seine Tour geht weiter durch den großen Gemüsegarten hin zu einem Stück Weidefläche, nur fünf Gehminuten entfernt. Hinter einem Zaun suhlen sich 17 Landschweine im Schlamm. Sie wissen, gleich gibt es etwas zu fressen – und quieken laut voller Vorfreude. Martin Eck steht in ihrer Mitte und erklärt seinen Besuchern, wie ökologische Tierhaltung funktionieren kann. „Jedem Schwein stehen bei uns 175 Quadratmeter Land als Auslauf zur Verfügung.“ Jetzt reichen die Kinder den Schweinen Äpfel – und diese fressen den Kleinen buchstäblich aus der Hand. Die Eltern sehen die Neugierde und den Spaß in den Augen ihrer Kinder. Und dann helfen auch die „Großen“ dabei, zu füttern.

Für Kinder ein wunderbares Naturerlebnis

Nur wenige Meter entfernt werfen wieder Schafe neidische Blicke auf die Schweine-Fütterung. Martin Eck merkt das und nimmt die Kinder mit zu seiner Herde. Jeder hat die Taschen voller Äpfel. Die Tiere erkennen ihren Schäfer, sie sind ganz zutraulich, lassen sich streicheln und aus der Hand füttern. „Für uns alle ist das ein ganz wunderbares Naturerlebnis“, schwärmt Eck, als er die Kinder beim Umgang mit den Tieren beobachtet. „Auch deswegen lade ich seit Jahren Gruppen auf unseren Hof ein. Ich merke, wie ich auf diese Weise etwas bewegen kann“, sagt der dreifache Familienvater.
Insgesamt geht seine Führung heute fast zwei Stunden. Aber auch nur, weil die Kinder immer wieder anhalten, um die Tiere zu beobachten, anzufassen, zu streicheln – und eben zu füttern. Auf der benachbarten Koppel warten schon die Pferde darauf, dass sie endlich an der Reihe sind.

Bildungsarbeit für eine bessere Beziehung zu Tier und Umwelt

Auch wenn diese Momente zwischen Mensch und Tier oft herzberührend sind, so verheimlicht Martin Eck nicht, was mit vielen Tieren am Ende passieren muss. „Auch das Schlachten der Tiere gehört zum natürlichen Kreislauf dazu.“ Die Familie Eck vertreibt die hofeigenen Produkte dann an Freunde und Bekannte in der Region. Ehefrau Tina koordiniert hier die Arbeit. „Über die Bildungsarbeit können wir Konsumenten helfen, eine bessere Beziehung zu Tieren, zur Umwelt und zu Nahrungsmittelen aufzubauen.“ Für Martin Eck eine Lebensaufgabe. „Es ist wichtig, dass wir als Öko-Landwirte und Öko-Interessierte eine starke Gemeinschaft bilden und unser Wissen weiter tragen.“

Mehr zum Biohof der Familie Eck erfahren Sie hier: http://www.biobauernhof-eck.de/

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