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Rogg-In rockt mit Roggen-Rallye, Bioland

Oberfranken, Fichtelgebirge. Deutsche Provinz, früher: „Zonenrandgebiet“. Wir sind in Weißenstadt, Einwohnerzahl 3.383. Die bergab führende Kopfsteinpflasterstraße möchte man sich nicht mit Schneedecke vorstellen. Nach einer Linkskurve dann ein quaderförmiges, schieferfarbenes Gebäude mit einem goldfarbenen Eingangsbereich – das „Rogg-in“. Wir raten: Gold steht für Getreide und das dunkle Grau für das beliebteste Produkt aus dem Korn, um das es in diesem Informationszentrum geht: Roggenbrot. Wer einmal längere Zeit im Ausland verbracht hat, kennt das Gefühl, das nur Deutsche verstehen können: die plötzliche und unbändige Lust auf Schwarzbrot oder Sauerteigbrot. Zu Hause hat man es nie vermisst, in der Ferne wird das Verlangen dann unerträglich. So mancher „Expat“ ist dadurch zum Brotbäcker geworden …

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Der perfekte Boden für Roggen

Was es mit diesem uralten Getreide auf sich hat – darüber will das „Rogg-in“ berichten. Seit 2014 hat es seine Pforten geöffnet. Die Lage ist nicht zufällig gewählt: Boden und Klima rund um die ehemaligen Porzellanhochburgen Selb, Weiden, Arzberg und Wunsiedel bieten perfekte Bedingungen für den Roggenanbau.

Die wuselige Gruppe von Kindern, die unter dem goldenen Vordach verschwindet, macht sich auf zur Entdeckertour. Texte lesen kann man hier auch. Aber vor allem: ausprobieren, anfassen – und damit „begreifen“. Also: Ab ins Gewusel!

Roggen mit allen Sinnen erleben

Zuerst ein beherzter Griff in Schalen voller Körner: Roggen, Hafer, Weizen, Gerste. Unter dem Mikroskop wird einem bewusst, wie unterschiedlich die Natur die Getreidearten gestaltet hat. Wie wächst Getreide eigentlich? Wie schützt man den Roggen vor Schädlingen und Pilzen? Und immer wieder tauchen geheimnisvolle audiovisuelle Nischen auf, in denen poetisch-philosophische Texte zum Thema projiziert und vorgelesen werden. Denn das „Rogg-in“ möchte nicht nur Wissen vermitteln, es möchte auch unseren Blick auf die Kultur des Brotes neu schärfen: Darauf, was es einst brauchte, um eine ganze Region ausreichend ernähren zu können. Und darauf, was heute gesunde Ernährung bedeutet.

Leckere Pausenbrote

So viel Lernen macht Hunger. Gleich nebenan, im Concept Store der Vollkornbrotfabrik, warten Pausenbrote darauf, von Kinderhand geschmiert zu werden. Grundlage ist immer ein saftiges Bio-Roggenvollkornbrot. Wir sind baff: Von der Wurst bleibt am Ende etwas übrig, Gurken, Frischkäse und Kräuter dagegen sind ratzeputz weggemampft! Die Kinder sind begeistert und wir bereit für eine zweite Runde durchs modern gestaltete Roggenzentrum.

Spannende Roggen-Rallye

Unterhaltsame Videos zeigen, wie aus dem Getreide erst Mehl, dann Teig und letztendlich die unterschiedlichsten Brote werden. Münder stehen offen: Dass das, was jeden Tag wie selbstverständlich auf dem Tisch steht, so viel Zeit, Geduld und Gefühl braucht, um am Ende mit Lust verspeist zu werden, überrascht die meisten Kinder (und wohl auch die Erwachsenen) sehr. Ein besonderes Video, das auf einen Tisch projiziert wird, erklärt anschaulich die kryptischen Mehlbezeichnungen: Was war gleich nochmal der Unterschied zwischen Typ 815, 997 und 1150?

Draußen im Roggengarten wurde bereits abgeerntet, der Besucher findet im September nur noch Stoppelfelder vor. Und Skulpturen. Auch hier findet man also wieder, was die Initiatoren des Projekts „Rogg-In“ im Sinn hatten: das vordergründig nüchterne Thema durch eine poetische Brille zu betrachten. Ein wunderbarer Ansatz. Gut genährt an Geist und Körper treten wir den Heimweg an. Aber für uns steht fest: Wir kommen wieder – aber nächstes Mal zur Erntezeit!

Mehr Informationen zum Rogg-In unter: www.rogg-in.de

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