Bio macht Sinn!

Plankstetten/ Berching (OPf.), 03.09.2020: Bio macht Sinn! Unter diesem Motto feiern die Bio-Erlebnistage in Bayern heuer ihr 20-jähriges Jubiläum. Bio macht Sinn! war daher auch das Motto, unter dem die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ) als Veranstalterin der Bio-Erlebnistage gemeinsam mit dem Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zur feierlichen Eröffnung am 3. September im Kloster Plankstetten eingeladen hatte. In Anwesenheit vonStaatsministerin Michaela Kaniber betonte Hubert Heigl, Vorsitzender der LVÖ: „Die Überlegungen, die im Rahmen der Initiative BioRegio 2030 angestellt wurden, sind gut und richtig, um den Ausbau des Ökolandbaus in Bayern zu fördern. Jetzt, ein gutes Jahr nachdem in Bayern das Ziel von 30 Prozent Ökolandbau bis zum Jahr 2030 gesetzlich verankert wurde, müssen konkrete Schritte folgen. Die Corona-Krise zeigt: Wir sind in der Lage, politische Entscheidungen in einem Ausmaß und einer Schnelligkeit zu treffen, die einer Krise angemessen sind. Mit der gleichen Entschlossenheit müssen wir die Lösung anderer Krisen, die unsere Zukunft gefährden, angehen. Mehr Ökolandbau ist Teil dieser Lösung!“

Bio-Erlebnistage: Rund 200 Veranstaltungen im Jubiläumsjahr
Die Bio-Erlebnistage finden dieses Jahr zum 20. Mal statt und bieten für Jung und Alt, Groß und Klein ein buntes Programm von rund 200 Veranstaltungen, bei denen die Besucher ökologische Landwirtschaft und die Herstellung von Bio-Lebensmitteln hautnah miterleben können. Mit großem Engagement ist es Bio-
Schaffenden in ganz Bayern gelungen, auch in diesem schwierigen Jahr attraktive Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Bei der Eröffnungsfeier freute sich die LVÖ besonders über die Anwesenheit der Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber. Hubert Heigl bedankte sich bei Staatsministerin Kaniber für die Unterstützung der Bio-Erlebnistage durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: „Ohne diese Unterstützung wäre die so beliebte Veranstaltungsreihe nicht möglich, vielen herzlichen Dank dafür!“

Mehr Bio in Bayern: Konkrete Schritte jetzt gehen!
„Für mehr Bio in Bayern brauchen wir nun tragfähige, gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren entwickelte Konzepte. Und wir brauchen die Strukturen und die notwendigen Ressourcen zur Umsetzung dieser Konzepte.“, betonte Huber Heigl in seiner Rede. „Wir müssen noch mehr Wissen zum Ökolandbau aufbauen und in die Praxis bringen. Entscheidend hierfür sind drei Dinge: Erstens brauchen wir die baldige Einrichtung des angekündigten Öko-Praxis-Forschungs-Netz Bayern. Zweitens muss die Bildungsoffensive Ökolandbau für die Grünen Berufe, die Lebensmittelverarbeitung und das Gastgewerbe mit neuem Schwung fortgesetzt werden. Und drittens brauchen wir einen Kapazitätsaufbau in der Landwirtschaftsverwaltung: Um den Aufgaben gerecht zu werden, die der Ausbau des Ökolandbaus in Bayern mit sich bringt, muss es an jedem bayerischen Amt für Landwirtschaft ein Team von Öko-Verantwortlichen geben.“

Mehr Bio in Schulen, Kitas, Kantinen!
Hubert Heigl ging auch auf das Thema Gemeinschaftsverpflegung ein: „Die deutlich gestiegene Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln in Zeiten geschlossener Mensen und Betriebsrestaurants zeigt: Der Wunsch nach mehr Bio auf dem Teller ist bei vielen Menschen längst da.“ Auch in bayerischen Schulen, Kitas, Kantinen und Seniorenheimen sollten deswegen künftig Bio-Produkte auf den Tisch kommen.

Ökologische Landwirtschaft im Kloster Plankstetten
Die Benediktinerabtei Plankstetten, Veranstaltungsort für die Feier zur Eröffnung der Bio-Erlebnistage 2020, betreibt am Klostergut Staudenhof ökologische Landwirtschaft. Seit 1994 werden hier im „grünen Kloster“ 350 ha land- und forstwirtschaftliche Fläche nach den Richtlinien des ökologischen Anbauverbands Bioland e.V. bewirtschaftet. Das Kloster Plankstetten führt im Rahmen der Bio-Erlebnistage zahlreiche Veranstaltungen durch, bei denen die Besucher viel Spannendes zur Landwirtschaft erfahren und in Koch- und Backkursen oder bei Ernteaktionen aktiv mitmachen können.

 

V.i.S.d.P.: Cordula Rutz

Die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ Bayern) vertritt als Dachverband der Bio-Verbände Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter die Interessen des Ökolandbaus in Bayern. In Bayern
wirtschaften aktuell über 10.800 landwirtschaftliche Betriebe auf einer Fläche von gut 371.000 ha nach den Richtlinien für den ökologischen Landbau. Hinzu kommen über 4000 Bio-Betriebe in Verarbeitung und Handel.
Mehr Informationen auf www.lvoe.de

Belegexemplar erbeten

Bayern feiert 20-jähriges Jubiläum mit zahlreichen Veranstaltungen

München, 20. August 2020: Unter dem Motto „Bio macht Sinn!“ laden vom 29. August bis 4. Oktober 2020 Bio-Betriebe in ganz Bayern zu den Bio-Erlebnistagen ein. Hier erleben die Besucher die ökologische Landwirtschaft hautnah und erfahren viel Spannendes über die Herstellung von Bio-Lebensmitteln.

Beim Bio-Erlebnistag „Erntedank bei den Bienenhütern“ in Nürnberg dürfen die Gäste dem Wunder Honigbiene ganz nah kommen. Die Bio-Gärtnerei Christian Herb in Kempten lädt zu einer

hochinteressanten Paprika- und Chiliverkostung ein. Die Ökomodellregion Regensburg veranstaltet den ersten Bio-Regio-Markt am Neupfarrplatz in Regensburg. Und beim Tischgespräch am Blümlhof in Burgkirchen a. d. Alz tauschen sich Bauern und Nicht-Bauern bei einem Bio-Weißwurstessen über die gegenseitigen Erwartungen aus.

„Das sind nur einige Beispiele unseres vielfältigen Programms“, so Hubert Heigl, Vorsitzender der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ).“ Als Veranstalter der Bio-Erlebnistage freuen wir uns in diesem Jahr ganz besonders über die vielen Angebote wie Koch- und Backkurse, bunte Bio-Märkte, Weinproben, gemeinsame Aktionen wie Hofbesichtigungen,

Kartoffelernten, Radltouren und vieles mehr. Wir feiern heuer das 20-jährige Jubiläum der Bio-Erlebnistage, und in diesem sehr speziellen Jahr beschäftigen sich viele Menschen mit Fragen wie: Woher kommen meine Lebensmittel? Unter welchen Bedingungen werden diese angebaut und erzeugt? Wie sieht eine möglichst artgerechte Nutztierhaltung aus? Die Bio-Erlebnistage laden dazu ein, Antworten auf diese Fragen zu finden – und dabei gemeinsam zu erleben, zu lernen und Bio-Schmankerl aus Bayern zu genießen!“.

Eine Übersicht der über 170 Veranstaltungen finden Sie online im Veranstaltungskalender unserer Website mit Filterfunktion nach Region: www.bioerlebnistage.de/programm

Presse- & Bildmaterial: www.bioerlebnistage.de/presse. Beispiele für Bio-Erlebnistage:

www.bioerlebnistage.de/category/schoensteveranstaltungen/

Nutzen Sie gerne auch selbst die Gelegenheit für einen Bericht: Jede Veranstaltung bietet eine gute Gelegenheit für Bilder, authentische O-Töne und viel Atmosphäre – eben Bio zum Anfassen und Erleben. Kommen Sie vorbei und berichten Sie über Ihr Bio-Erlebnis, Sie sind herzlich willkommen!

Abstand und Hygiene

Damit der Mindestabstand stets eingehalten werden kann sind die Teilnehmerzahlen bei vielen Veranstaltungen begrenzt – Gäste melden sich bitte vorher an. Alle Veranstalter von Bio-Erlebnistagen gewährleisten ein stimmiges Konzept zum Schutz vor Ansteckung und für die evtl. notwendige Nachverfolgung der Kontakte.

Partner der Bio-Erlebnistage

Die bayerischen Bio-Erlebnistage sind eine Veranstaltung der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ Bayern) e.V. in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ Bayern) vertritt als Dachverband der Bio-Verbände Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter die Interessen des Ökolandbaus in Bayern. In Bayern wirtschaften aktuell über 10.800 landwirtschaftliche Betriebe auf einer Fläche von gut 371.000 ha nach den Richtlinien für den ökologischen Landbau. Hinzu kommen über 4.000 Bio-Betriebe in Verarbeitung und Handel.

Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten war im Jahr 2001 Mitinitiator der Bayerischen Bio-Erlebnistage und begleitet seither die Veranstaltungsreihe. Im Rahmen der Initiative „BioRegio Bayern 2030“ unterstützt das Staatsministerium die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus in Bayern in den Bereichen Bildung, Beratung, Förderung, Forschung und Vermarktung. 

Bei den Bio-Erlebnistagen laden Bio-Bauern und Bio-Bäuerinnen, verarbeitende Bio-Betriebe, Naturkostläden, Bio-Gastronomen und bayerische Öko-Modellregionen in allen Ecken des Freistaats dazu ein, mit Bio auf Tuchfühlung zu gehen. Wer sich für Bio interessiert, erlebt auf Hof-Führungen, bei Bio-Kochkursen, Feldbegehungen oder Radltouren ganz direkt, was in Bayern erzeugte Bio-Produkte so wertvoll macht: Die von den Öko-Anbauverbänden Naturland, Bioland, Biokreis und Demeter garantierte hohe Qualität schafft zusammen mit kurzen Transportwegen, aktivem Umwelt- und Naturschutz und durch die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe echte Nachhaltigkeit. 

Pressekontakt:
Landesvereinigung für den ökologischen Unterstützt durch Landbau in Bayern e.V. (LVÖ Bayern) modem conclusa gmbh

Heidi Kelbetz Uti Johne und Hannah Trowal
Tel: 089 / 44 23 190-16
Tel: 089 / 74 63 08 -39 und -38
Mail: presse@lvoe.de

Förderung, Forschung und Vermarktung.

20 Jahre Bio-Erlebnistage vom 28.08. bis 04.10.2020 – großes Interesse an regionalen Bio-Lebensmitteln

Dieses Jahr ist alles etwas anders – auch die Bio-Erlebnistage passen sich der aktuellen Situation an. Bis zum 20.07.2020 haben Landwirte und Landwirtinnen, Händler, Gastronomen sowie verarbeitende Unternehmen die Möglichkeit, ihre Veranstaltung im Rahmen der Bio-Erlebnistage anzumelden.


München, 06. Juli 2020:Trotz der besonderen Umstände feiern die Bio-Erlebnistage dieses Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum. Alle Bio-Interessierten in Bayern freuen sich auf viele tolle Veranstaltungen unter dem Motto „Bio macht Sinn!“. In Anbetracht der gegebenen Rahmenbedingungen wurde nun der Anmeldeschluss für Veranstalter auf den 20.07.2020 verschoben. Denn die Bio-Erlebnistage sind momentan aktueller denn je: Regionale Bio-Lebensmittel werden so stark nachgefragt wie nie zuvor. 

Die Menschen wollen wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen. Um engagierte Direktvermarkter und Direktvermarkterinnen vor Ort und die bio-regionalen Kreisläufe kennenzulernen, sind die Bio-Erlebnistage für alle Interessierten, Groß und Klein, eine gute Gelegenheit sich zu informieren und Bio aus der Region mit Freude zu erleben. Veranstalter nutzen die Bio-Erlebnistage seit Jahren, um mehr Menschen für die ökologische Wirtschaftsweise zu begeistern.

Veranstaltungen sind möglich
Durch die Corona-Lockerungen der bayerischen Staatsregierung sind wieder Veranstaltungen unter der Bedingung möglich, dass der Mindestabstand eingehalten wird, ein schlüssiges Hygienekonzept vorliegt und eine Kontaktrückverfolgung gewährleistet ist. Damit ist der Weg frei für Bio-Erlebnistage im kleinen, feinen Stil.

Unterstützung für die Veranstalter
Auf der Website der Bio-Erlebnistage werden kreative Ideen zur Durchführung von Veranstaltungen vorgestellt, die auch zu Corona-Zeiten bestens machbar sind.
Unterstützung bekommen die Veranstalter auf  www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/faq/index.php. Hier können sie sich zu Hygienemaßnahmen auf den aktuellen Stand bringen, finden alle offiziellen Vorgaben und können sich tagesaktuell informieren.
Eine erste Checkliste zu Hygienefragen gibt es unter https://www.stmgp.bayern.de/wp-content/uploads/2020/06/2020-06-25_checkliste-fuer-schutz-und-hygienekonzept-fuer-veranstaltungen.pdf


Digitales Programmheft für mehr Flexibilität
In diesem Jahr gibt es das komplette Programm ausschließlich digital. Deshalb können auch recht kurzfristig noch Veranstaltungen aufgenommen werden. Das gesamte Programm der Bio-Erlebnistage finden Sie ab August online auf www.bioerlebnistage.de

Hier finden Sie weitere Informationen:
https://www.bioerlebnistage.de/
https://www.facebook.com/bioerlebnistage/
https://www.instagram.com/bioerlebnistage/



Schöne Grüße
Heidi Kelbetz


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Von der Kita bis zur Ministeriumskantine: Bio-Produkte auf den Speiseplan!

München, Weßling, 29.06.2020. Die Corona-Krise hat Catering-Unternehmen schwer getroffen. Andererseits zeigen die letzten Monate, dass viele Menschen sich für Bio-Produkte entscheiden, wenn sie zuhause kochen und selbst einkaufen. In der Schulmensa, in der Behördenkantine und im Betriebsrestaurant stehen Bio-Produkte noch viel zu selten auf der Speisekarte. Durch klare politische Vorgaben, eine gute Zusammenarbeit der Politik mit der Bio-Branche und Unterstützung für die Küchen kann sich das ändern.

Bio bietet Lösungen für drängende Herausforderungen
„Der ökologische Landbau bringt Naturschutz, aber auch Boden- und Grundwasserschutz in die Fläche –  die Tiere haben Frischluft und gutes Futter. Mehr Ökolandbau war deswegen ein zentrales Ziel des erfolgreichen Volksbegehrens zum Schutz der Artenvielfalt, und ist wesentlicher Teil der neuen Farm to Fork Strategie der EU Kommission“, erklärt Richard Mergner, Vorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern. „Von der europäischen Agrarpolitik bis zu den Kantinen des Freistaats Bayern muss die bayerische Staatsregierung jetzt den Umbau zu mehr Ökolandbau voranbringen“, verlangt Mergner. Auch Barbara Scheitz, Geschäftsführerin der Andechser Molkerei Scheitz, fordert Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf, sich aktiv für mehr Bio einzusetzen: „Bio ist die richtige Antwort auf die aktuellen Herausforderungen! Die Öko-Landwirtschaft bietet zukunftssichernde Lösungen gegen die Klimakrise, sie fördert die Biodiversität und durch Humusaufbau die Resilienz unserer Böden.“

Branche erwartet klare Signale für Bio aus der Politik
„Mit dem im Bayerischen Naturschutzgesetz festgeschriebenen Ziel von 30% Ökolandbau bis 2030 haben Politik und Verwaltung einen klaren Auftrag – diesen gilt es in allen Verantwortungsbereichen des Staates umzusetzen“, fordert Hubert Heigl, 1. Vorsitzender der LVÖ Bayern. Für die staatlichen Kantinen muss es deswegen klare Vorgaben für den Einsatz von Bio-Produkten geben – alles andere wäre unglaubwürdig, so Heigl weiter. Um das Potenzial von Kantinen, Mensen und Betriebsrestaurants für den Absatz von Bio-Produkten zu erschließen, bedürfe es darüber hinaus eines ganzen Maßnahmenpakets – angefangen bei der Ausbildung für Köchinnen und Köche über staatlich finanzierte Zuschüsse für Beratung und Zertifizierung bis hin zur Förderung von Investitionen in für die Belieferung von Großverbrauchern notwendige Verarbeitungsanlagen.


Bayern habe mit seiner starken Bio-Branche gute Voraussetzungen für mehr Bio in der Gemeinschaftsverpflegung, betont Dr. Franz Ehrnsperger, Bio-Pionier und Seniorchef der Neumarkter Lammsbräu. „Die Bio-Landwirte, -Verarbeiter und –Händler stehen bereit – notwendig sind klare Signale und konsequentes Handeln der Politik“, so Dr. Ehrnsperger.

Bio-Qualität ist ihren Preis wert – auch in der Schulmensa
Carola Petrone, deren Bio-Catering-Unternehmen Kindergärten und Schulen beliefert, liegt besonders die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit hochwertigen Bio-Lebensmitteln am Herzen. „Die bayerische Staatsregierung muss die Verpflegung in Kindergärten und Schulen endlich als elementaren Teil des Bildungsauftrags anerkennen“, fordert Petrone. Hierzu gehöre auch das Bewusstsein für den Wert dieser Lebensmittel: „Hauptsache billig darf nicht länger die Leitlinie für Vergabeentscheidungen sein“, so Petrone. Dr. Franz Ehrnsperger verdeutlicht: „Gerade in diesen Tagen wird am Beispiel Fleisch wieder besonders deutlich, welche negativen Folgen die Produktion von ‚billigen‘ Lebensmitteln hat: Umwelt, Tiere und Menschen zahlen den Preis dieser Art der Lebensmittelherstellung. Bezieht man die Folgekosten mit ein, ist Bio die preiswerteste Art, uns zu ernähren.“

Begeistern, beraten und begleiten
„Bio-Verpflegung in Kindergärten und Kantinen einzuführen und dauerhaft zu etablieren, gelingt nur im Dreiklang aus begeistern, beraten und begleiten“, fasst Dr. Werner Ebert die Erfahrungen aus der Arbeit der Bio-Städte zusammen. Für die Schulen bedarf es eines klaren Auftrags des Kultusministeriums. In den Schulverwaltungen und Jugendämtern muss es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben, die ein professionelles Essensmanagement einführen und umsetzen. Die Träger und Betreiber von Großküchen müssen vom Mehrwert der Bio-Produkte überzeugt sein, damit sie diesen auch an ihre Gäste weitergeben können. Für die Arbeit im Küchenalltag sind Fragen zu Lieferanten und der Zubereitung von Bio-Lebensmitteln praxisnah zu beantworten – deswegen brauchen die Küchen kompetente Beratung und Begleitung von Küchen-Profis mit Bio-Wissen. „Die Arbeit der Bio-Städte zeigt: Bio in der Gemeinschaftsverpflegung ist möglich – wenn politischer Wille und Umsetzung stimmen“, resümiert Dr. Ebert.

Hintergrund
Bei einer Pressekonferenz am 29.06.2020 in Weßling (Sitz des Bio-Catering-Unternehmens Il Cielo, www.ilcielo.de/)  informierten sich auf Einladung der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern und des Bund Naturschutz in Bayern Medienvertreter*innen über Wege für mehr Bio-Produkte in der bayerischen Gemeinschaftsverpflegung.

In den rund 22.000 Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung in Bayern werden täglich ca. 1,8 Millionen Essen ausgegeben, hierzu zählen Kliniken, Einrichtungen für ältere Menschen, Betriebsrestaurants, Kitas und Schulen.

Das Netzwerk der deutschen Bio-Städte ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und zählt aktuell 19 Mitglieder. In Bayern zählen die Städte Augsburg, Erlangen, Ingolstadt, Landshut, Lauf an der Pegnitz, München, Nürnberg und Regensburg dazu. In der Bio-Stadt Nürnberg liegt der Bio-Anteil in den Kitas inzwischen bei 75%. Bei den Schulen liegt der Anteil aktuell bei 20%, als Ziel sollen 100%, beziehungsweise 75% bis zum Jahr 2026, erreicht werden. https://www.biostaedte.de/

Weitere Informationen zur Verwendung von Bio-Produkten in der Außer-Haus-Verpflegung sowie Beispiele für erfolgreiche Strategien aus dem In- und Ausland finden Sie auf https://oekolandbau.de/ahv/

Foto: LVÖ Bayern; v.l.n.r.:

Carola Petrone, Geschäftsleitung Il Cielo Bio-Catering
Dr. Werner Ebert, BioMetropole Nürnberg und Biostädte-Netzwerk
Hubert Heigl, 1. Vorsitzender Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V.
Barbara Scheitz, Geschäftsführung Andechser Molkerei Scheitz GmbH
Dr. Franz Ehrnsperger, Vorsitzender Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser e.V. und Seniorchef Neumarkter Lammsbräu 
Richard Mergner, Vorsitzender Bund Naturschutz in Bayern e.V.

 

Heidi Kelbetz
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Gute Aussichten für bayerische Bio-Bauern

München, 23.06.2020. Die Corona-Krise wirkt sich auch auf den Bio-Markt aus: Der Absatz von Bio-Produkten ist in den verschiedenen Absatzkanälen in den letzten Monaten deutlich angestiegen. Doch die Corona-bedingten Sondereffekte spitzen langjährige Trends nur weiter zu: Immer mehr Menschen entscheiden sich beim Einkauf für Bio-Produkte. Viele Bauern sind bereit, auf ökologischen Landbau umzustellen, da der Ökolandbau gute wirtschaftliche Perspektiven bietet. Dafür benötigen sie die richtigen politischen Rahmenbedingungen.

Positiver Nachfragetrend setzt sich fort
Bäckereien und Einzelhandel verkauften zuletzt beispielsweise wesentlich mehr Bio-Mehl und Bio-Backwaren. In der Folge waren unter anderem Bio-Weizen und Bio-Hafer stark nachgefragt. „Als Bio-Direktvermarkter ist es schön, unmittelbar zu erleben, dass die Menschen unser Angebot in einer solchen Krise besonders zu schätzen wissen“, freut sich Betriebsleiterin Bernadette Lex. Der Biohof Lex wird seit 1982 nach Naturland-Richtlinien bewirtschaftet. Die Corona-bedingten Sondereffekte spitzen langjährige Trends nur weiter zu: Immer mehr Menschen entscheiden sich beim Einkauf für Bio-Produkte. Insbesondere regionale Bio-Verbandsware ist gefragt.

Bio bietet gute Perspektiven für die Bauern
In jüngster Zeit haben viele Ackerbaubetriebe auf Ökolandbau umgestellt und weitere Betriebe haben Interesse an der Umstellung. „Die Bauern stellen gerne um und der Markt bietet gute Chancen“, berichtet Andreas Hopf, Geschäftsführer der Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH. „Eine Umstellung auf ökologischen Landbau ist für jeden Betrieb eine Herausforderung, aber die wirtschaftliche Perspektive für Bio-Betriebe ist gut“, ergänzt Wilhelm Heilmann, Ressortleiter pflanzliche Produkte bei der Marktgesellschaft der Naturland Bauern AG. Gerade auch Bio-Sonderkulturen sind eine interessante Ergänzung zu den Hauptkulturen. Familie Lex baut unter anderem erfolgreich Bio-Braunhirse, Bio-Buchweizen, Bio-Lupinen und Bio-Soja an. Darüber hinaus sind Bio-Ferkelerzeuger und -Mastschweinehalter wieder gesucht, da auch der Bio-Fleischabsatz steigt.

Politik muss Weichen auf bio stellen
„Die Bauern stehen bereit, die Branche ist gut aufgestellt, der Markt ist da“, resümiert Hubert Heigl, Erster Vorsitzender der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern. Die positive Entwicklung müsse nun mit den richtigen politischen Maßnahmen flankiert werden. Dies gelte in allen Bereichen – von der Agrarforschung über die Ausbildung in den Grünen Berufen und in der Verarbeitung von Lebensmitteln bis hin zum Lebensmitteleinkauf der öffentlichen Hand. „Wenn auch der Staat die Weichen klar auf bio stellt, wird sich der bayerische Ökolandbau in den nächsten Jahren sehr positiv entwickeln“, ist sich Heigl sicher.

Hintergrund
Auf Einladung der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern informierten sich am 23. Juni 2020 Medienvertreter*innen vor Ort auf dem Biohof Lex, 85461 Bockhorn (Lkr. Erding) über die aktuelle Marktsituation bei Bio-Drusch- und -Hackfrüchten.

Bild: Bernadette Lex, Betriebsleiterin Biohof Lex und Hubert Heigl, Erster Vorsitzender der LVÖ Bayern am Lupinen-Acker der Familie Lex
Bildnachweis: LVÖ Bayern


Cordula Rutz
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Bio-Gemüse aus Bayern freut Kunden und Gärtner

München/Bruckmühl, 16.06.2020. Die Menschen kaufen gerade überall mehr Bio – im Supermarkt genauso wie in den Bioläden, direkt beim Bio-Bauern im Hofladen oder in den Abokisten. Damit leisten die Bio-Bauern, Bio-Verarbeiter und der Handel einen wichtigen Beitrag zu einer krisenfesten Nahversorgung mit hochwertigen und nachhaltig produzierten Lebensmitteln. Doch nicht nur in der momentanen Ausnahmesituation bietet Bio gute Absatzmöglichkeiten für heimische Betriebe. Bio ist ein seit vielen Jahren kontinuierlich wachsender Markt – gerade heimisches Bio-Gemüse ist gefragt.

Bio-Absatz stark gestiegen
Die Nachfrage nach Bio-Produkten und die Bio-Anteile am gesamten Lebensmittelumsatz haben sich in den letzten Monaten erhöht. Ein Grund hierfür: Zurzeit essen die Menschen weniger häufig in der Kantine oder im Restaurant, wo Bio-Lebensmittel selten auf der Speisekarte stehen. „Wenn die Menschen zuhause kochen und dafür selbst Lebensmittel einkaufen, entscheiden sie sich häufig für Bio-Produkte. Wenn Sie im Betriebsrestaurant oder der Mensa essen, haben sie diese Möglichkeit bisher leider oft nicht“, erklärt Cordula Rutz, Geschäftsführerin der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ Bayern).

Bio bedeutet gegenseitige Wertschätzung – nicht nur in der Krise
„Bio-Betriebe in Bayern leisten einen großen Beitrag zu einer krisensicheren Versorgung mit nachhaltig erzeugten Lebensmitteln von hoher Qualität. Die Krise hat auch die Bio-Branche vor Herausforderungen gestellt, aber Bio-Wertschöpfungsketten sind stabil und basieren auf verlässlichen Partnerschaften – das wird von den Kundinnen und Kunden sehr geschätzt“, so Rutz weiter.

Genau über diese Wertschätzung für seine Arbeit freut sich Bio-Gärtner Harro Colshorn aus Bruckmühl im Landkreis Rosenheim ganz besonders. Seit 1988 baut er Gemüse und Kräuter nach Bioland-Richtlinien an, die er überwiegend über den eigenen Hofladen und eine Gemüse-Abokiste vermarktet. „In über 30 Jahren hatten wir nie Absatzprobleme. Unsere Kunden sind für uns verlässliche Partner. Für diese Menschen Bio-Gemüse zu erzeugen, macht einfach Freude“, erzählt Colshorn.

Bio als Perspektive für bayerische Erzeuger
Doch auch unabhängig von der momentanen Krise ist Bio-Gemüse bei den Kundinnen und Kunden sehr beliebt. „Die Direktvermarktung von Bio-Gemüse bietet gute Chancen für bayerische Betriebe“, sagt Tom Braun, selbst Demeter-Gärtner und Gartenbau-Experte der LVÖ Bayern. „Aber auch im Absatz von heimischem Bio-Gemüse an den Handel besteht noch Potenzial. Insbesondere regionale Bio-Großhändler arbeiten gerne auch mit kleineren Betrieben zusammen“, so Braun. Die Gärtnerei am Hainerbach von Harro Colshorn beliefert auch Kantinen – und ist somit auf einem Markt aktiv, der in Sachen Bio noch stark ausbaufähig ist. „Hier erwarten wir uns als Konsequenz aus dem im Bayerischen Naturschutzgesetz formulierten Ziel von 30% Ökolandbau bis 2030 wichtige Impulse und konkretes staatliches Handeln. Die Menschen wollen Bio und sollten es auch in der Kantine serviert bekommen“, fordert LVÖ-Geschäftsführerin Cordula Rutz.

Hintergrund
Auf Einladung der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern informierten sich am 16. Juni 2020 Medienvertreter*innen vor Ort bei der Bioland-Gärtnerei Am Hainerbach, 83052 Bruckmühl, darüber, wie ein bayerischer Bio-Gemüse-Betrieb mit Hofladen und Abo-Kisten-Service die aktuell stark angestiegene Nachfrage erlebt und wie die momentane Entwicklung längerfristig einzuordnen ist (
www.hainerbach.de).

Weitere Informationen

zur stark gestiegenen Bio-Nachfrage seit Beginn der Corona-Pandemie: www.oekolandbau.de/handel/marktinformationen/der-biomarkt/marktberichte/bio-handel-waechst-waehrend-der-corona-pandemie/
Daten und Erläuterungen zur positiven Umsatzentwicklung bei Bio-Produkten
: Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft, www.boelw.de/themen/zahlen-fakten/handel/artikel/umsatz-bio-2019/
Daten zum Anbau von Bio-Gemüse in Deutschland bei der AMI

www.ami-informiert.de/news-single-view?tx_aminews_singleview%5Baction%5D=show&tx_aminews_singleview%5Bcontroller%5D=News&tx_aminews_singleview%5Bnews%5D=18075&cHash=b46364ec2d2673b6e63f4a66d32fdad8
Informationen zum Thema Bio in der Außer-Haus-Verpflegung
: https://oekolandbau.de/ahv/
Die Öko-Anbauverbände und ihre Berater unterstützen Bio-Gärtnereien und an der Umstellung interessierte Betriebe
 bei Fragen zum Anbau und Vermarktung von Bio-Gemüse: www.lvoe.de/bio-service/beratungsangebot.html

Bild: Harro Colshorn, Inhaber der Bio-Gärtnerei am Hainerbach http://www.bioland-gaertnerei-am-hainerbach.de/

Bildnachweis: LVÖ Bayern

 

Heidi Kelbetz
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